Das System der Grundregulation im Körper

Das System der Grundregulation im Körper

Der Pischinger-Raum, auch bekannt als Grundsubstanz oder extrazelluläre Matrix, ist der Interstitium-Bereich, der jede Zelle unseres Körpers umgibt. Dieser Raum ist nach dem österreichischen Histologen Alfred Pischinger benannt und enthält Blutkapillaren, Lymphgefäße, Nervenendigungen sowie eine gelartige Substanz, die aus Wasser, Proteinen und Zuckerbausteinen besteht.

Der Pischinger-Raum spielt eine zentrale Rolle in der Versorgung der Zellen mit Sauerstoff, Nährstoffen, Hormonen und Botenstoffen. Gleichzeitig ermöglicht er den Abtransport von Stoffwechselabfällen und Giftstoffen. Man kann ihn als ein „Versorgungs- und Entsorgungsnetzwerk“ betrachten, das alle Zellen miteinander verbindet. In der Komplementär- und Regulationsmedizin wird das von Pischinger entwickelte System der Grundregulation als äußerst bedeutend erachtet.

Das System der Grundregulation ist im gesamten Organismus vorhanden, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Organe, im Darm, in der Haut, im Knochen und in der Muskulatur. Das Bindegewebe spielt dabei eine entscheidende Rolle, indem es das Säure-Basen-Gleichgewicht unterstützt. Es puffert und speichert Säuren, was zur Stabilität des inneren Milieus beiträgt. Organe wie Herz und Gehirn reagieren äußerst sensibel auf pH-Schwankungen. Das Bindegewebe reguliert somit das „Zelle-Milieu-System“ des gesamten Körpers.

Ein gut durchlässiger und ausgewogener Pischinger-Raum ermöglicht es den Zellen, optimal zu arbeiten. Die Zellmembranen bleiben durchlässig, was einen effizienten Transport von Nährstoffen und Abfallstoffen ermöglicht. Alle Organzellen sind auf die intakte Funktion dieses Systems angewiesen, da es ihr Lebensmilieu sichert.

Wenn das Milieu, das die Zellen umgibt, durch Stress, Umweltgifte oder Entzündungen belastet wird, kann der Austausch gestört werden. Dies führt zu Beeinträchtigungen im Gewebe und zu einem Überschuss an Säuren, der alle Organsysteme schädigt. Enzyme arbeiten nicht mehr optimal, Entzündungen entstehen, und chronische Krankheiten können sich entwickeln. Eine Übersäuerung des Gewebes führt zur Erschöpfung basischer Mineralien wie Kalium und Magnesium, beeinträchtigt die Nierenfunktion und schafft einen Teufelskreis. In einem übersäuerten Milieu vermehren sich Viren leichter, Harnsäure kristallisiert schneller (Gicht), und Krebszellen finden optimale Wachstumsbedingungen.

Das System der Grundregulation kann durch verschiedene Faktoren gestört oder in seiner Funktion beeinträchtigt werden. Langfristige Störungen können zu einer Vielzahl von Krankheiten führen, wobei der Säure-Basen-Haushalt häufig der gemeinsame Nenner ist. Die wichtigen Maßnahmen zur Regulierung sind einfach: Stressreduzierung, tiefes Atmen, die Zufuhr basischer Mineralien (insbesondere Kalium und Magnesium) und eine ausgewogene Ernährung. Der Urin-pH-Wert sollte über den Tag hinweg schwanken – morgens sauer, tagsüber basisch und abends wieder sauer. Ein konstant basischer pH-Wert deutet auf einen fortgeschrittenen Zustand der Übersäuerung hin und kann den Verlust wertvoller Elektrolyte zur Folge haben.

Um chronischen Krankheiten vorzubeugen, ist ein neutrales bis basisches Milieu entscheidend. Der pH-Wert von Blut und Gewebe wird durch Puffersysteme, Atmung und Nieren reguliert. Der Pischinger-Raum ist somit von großer Bedeutung für die Gesundheit, Regeneration und das allgemeine körperliche Wohlbefinden.

Achten Sie auf Ihr Säure-Basen-Milieu und bleiben Sie gesund.

Gabriele Assfalg
info@gabriele-assfalg.de