07 Feb. Übermäßiger Stress ist heute ein allgegenwärtiges Thema
Der Stress, den unsere moderne Gesellschaft verursacht – sei es durch übermäßige Belastungen am Arbeitsplatz, familiären Druck oder übertriebenen Ehrgeiz im Sport – führt dazu, dass viele Menschen ständig am Limit oder sogar darüber hinaus leben. Soziale Medien, Nachrichten, Zeitungen und viele andere versuchen ständig, unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen. Eine Reizüberflutung, die ihren Preis fordert und dazu führt, dass Stress zum ständigen Begleiter wird und das Ziel der Ausgeglichenheit unerreichbar bleibt. Der Stress ist vielen bekannt, viele erleben die Auswirkungen – und trotzdem wird er häufig nicht ernst genug genommen.
Die Zeiträume, in denen es den Menschen gelingt, wirklich abzuschalten und sich zu regenerieren, werden immer kürzer. Folge ist Erschöpfung. Die Anzahl der Erkrankungen, die durch Stress verursacht werden, nimmt unaufhörlich zu. Stress umfasst weit mehr als lediglich ein unangenehmes Gefühl. Er gilt als einer der größten Promotoren für eine Vielzahl von Krankheiten, darunter Autoimmunerkrankungen, hormonelle Störungen und Herz-Kreislauf-Leiden.
Der Körper muss die Stresshormone dauerhaft aktivieren, um die erforderliche Energie bereitzustellen. Dadurch entsteht eine langfristige Stressbelastung. Dies hat irgendwann zur Folge, dass das System geschwächt wird, das für die Produktion der Stresshormone zuständig ist. Der Körper hat dann nicht ausreichend Energie, was zu Müdigkeit führt. Oft geht die Müdigkeit einher mit Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafproblemen, Herzrasen und einem reduzierten Leistungsvermögen. Diese fundamentale Überforderung führt dazu, dass psychische Symptome vermehrt auftreten und das Risiko chronischer Erkrankungen erheblich steigt.
Die Fähigkeit, Säuren zu neutralisieren, die im Stoffwechsel entstehen, ist ebenfalls eingeschränkt durch den Energiemangel. Dadurch wird die Säurebelastung erhöht, was den Energiemangel wiederum verschärft. Stress wirkt somit einerseits der Regeneration entgegen und begünstigt andererseits einen Energiemangel. Es ist entscheidend, rechtzeitig zu bemerken, dass Ressourcen und Verbrauch nicht übereinstimmen.
Um dem entgegenzuwirken, kann es helfen, regelmäßige Erholungspausen in den Tagesablauf einzubauen und dem Körper vor allem am Abend und in der Nacht Ruhe zu gönnen, damit er sich regenerieren kann. Zusätzlich zu stressreduzierenden Maßnahmen wie geeigneter Bewegung bei niedrigen Pulsfrequenzen (120-130 bpm), mentalen Trainingsansätzen und der Planung von Erholungszeiten ist es wichtig, den Körper beim Abbau von Säuren und beim Auffüllen seiner Energiespeicher zu unterstützen und dies in die tägliche Routine einzubauen.
Die Überlastung des Energiestoffwechsels führt zu einer Schwächung der Mitochondrien, die in der Zelle Energie produzieren. Mikronährstoffe sind nötig, um die Energieproduktion in den Zellen zu optimieren. Insbesondere die Vitamine des B-Komplexes und Magnesium, die die Energieproduktion anregen, sowie basische Mineralstoffe, die überschüssige Säuren neutralisieren und zur nächtlichen Regeneration des Körpers beitragen.
Es ist grundlegend und die Basis von allem, sich gesund und vielfältig zu ernähren und dabei weitgehend auf unverarbeitete Naturprodukte zurückzugreifen. Echte Lebensmittel und keine bloßen Kalorienquellen bieten den höchsten Nährwert. Regelmäßiges Frühstücken ist wichtig. Ein gesundes Frühstück mit komplexen Kohlenhydraten und Eiweißen ist entscheidend, um das während der Nacht entstandene Energie- und Kohlenhydratdefizit auszugleichen. Studien zeigen, dass das Weglassen des Frühstücks das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht und die geistige Leistungsfähigkeit, vor allem am Vormittag, beeinträchtigt.
Um den Insulinstoffwechsel nicht übermäßig zu belasten, sollte man im Laufe des Tages die Zufuhr von schnell brennbaren Kohlenhydraten verringern. Um eine langfristige Energieproduktion über Nacht zu gewährleisten, ist es vor allem am Abend ratsam, auf Kohlenhydrate zu verzichten und stattdessen hauptsächlich Eiweiß und gesunde Fette zu konsumieren.
Allerdings sind zwischenmenschliche Beziehungen am wirkungsvollsten gegen Stress, da es nachweislich ist, dass positive und tragfähige Kontakte zu anderen Menschen das Stressniveau senken und unser Wohlbefinden fördern. Wer sich auf Treffen freut und echte Beziehungen erfährt, stärkt dadurch sowohl seine Psyche als auch sein körperliches Wohlbefinden. Wer seinem Körper das zuführt, was er braucht – wie Ruhe, eine ausgewogene Ernährung, Mikronährstoffe und soziale Beziehungen –, aktiviert die große Selbstheilungskraft.
Stärken Sie Ihre Selbstheilungskräfte und bleiben Sie gesund.